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Willkommen beim talheimer verlag
Nachrichten vom Bücherherbst 2014











Talheimer Verlag auf der Frankfurter Buchmesse 2014



Zum 26. Mal in ununterbrochener Folge stellte der Talheimer Verlag seine Neuerscheinungen auf der internationalen Frankfurter Buchmesse aus. Wie jedes Jahr gab es auch 2014 ein umfangreiches und ansprechendes „Programm am Stand“ (pdf Datei) in Halle 3.1 Stand A 111.

 

 

Rückblick auf das Jahr 2013



Im Jahr 2013 konnte der Talheimer Verlag sein 25-jähriges Bestehen feiern. 25 Jahre neue Sachbücher und 25 Jahre ununterbrochen als Aussteller auf der Frankfurter Buchmesse. Dies war ein Anlass für ein kleines Innehalten. Am Freitag 11. Oktober 2013 würdigten am Stand von „talheimer“ Tobias Voss, Vizepräsident und Mitglied der Geschäftsführung der Frankfurter Buchmesse, und Imre Török, Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS), das Wirken unseres Kleinverlages. Siehe dazu auch unsere Veranstaltungsübersicht bei der Buchmesse (pdf-Datei).

 

 

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„Etwas, das in die Fantasie greift“ (Karola Bloch)

25 Jahre talheimer

 


Fünfundzwanzig Jahre Talheimer Verlag – da hilft ein Moment des Innehaltens. Nach vielen Jahren der Selbstständigkeit und Eigenständigkeit ist der Talheimer Verlag als Kleinverlag noch immer „am Markt“, noch immer bei seinen Lesern, noch immer auf der internationalen Frankfurter Buchmesse. Wer den Buchmarkt und die Serie der Verlagsaufkäufe kennt, ist erstaunt, dass dieser kleine Sachbuchverlag noch immer präsent ist.

talheimer hat durchgehalten, gegen modische Trends, gegen Krisen, gegen Kassandrarufe, gegen die Kultur der allzu wohlfeilen Verbeugung, gegen entpolitisierendes Harmoniestreben. talheimer will sich dagegen selbst treu bleiben und das alte, aber unabgegoltene Ideal der Aufklärung des Menschen hochhalten. Wer lesen kann, kann sprechen. Wer Bücher liebt, liebt Menschen. Wer den Tagträumen der Autorinnen und Autoren gelassen folgt, lernt leichter, sich und anderen einen guten Platz in Gesellschaft einzuräumen.

 

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Irene Scherer und Welf Schröter am Stand des Talheimer Verlages auf der Frankfurter Buchmesse

 

Es ist das Miteinander, das Miteinander mit Anderen und Andersseienden, das uns die Zeilen, Texte, Worte beibringen wollen. Unterscheidbar, jeweils einzigartig, aber menschlich erst im Beisein von Menschen sind die Lesenden, die Nachdenklichen, die Kritischen, die Humorvollen. Was wäre ein Buch ohne ein Lächeln, was wären Bücher ohne Abschiede. Es geht um „die Sehnsucht des Menschen, ein wirklicher Mensch zu werden“ (Karola Bloch). Der Talheimer Verlag wollte und will dazu seinen Anteil beitragen. Üben wir „Menschlichkeit als Methode“ (Anne Frommann).

Es sind die Brüche in den Lebensläufen der Menschen, die zum Buch drängen, wenn persönlich-private Brüche mit den großen gesellschaftlichen zusammenfallen. Nicht nur Krieg, Frieden, Vertreibung, Exil lassen Einzelnes mit Gemeinsamem überlagern. Doch auch das Staunen-Können des Kindes, das Ernst Bloch auch noch dem reifen Erwachsenen wünscht, und das Hoffen auf ein Leben mit Nahrung, Wohnung, Arbeit, Gesundheit, aber auch guter Luft und sauberem Wasser sind in ihrer Nichtselbstverständlichkeit ein öffentliches Anliegen. Je globaler betrachtet, desto mehr gefordert.

Die Innenwendungen des Zeitbewusstseins sind gelegentlich fatal; zerbrochene Hoffnungen führen zum Rückzug in private Weltkonstruktionen, die dazu neigen, jede Verbindung zum tatsächlichen politischen und gesellschaftlichen Zusammenhang zu verlieren.

talheimer setzt auf Leserinnen und Leser, die bereit sind, nachzudenken über sich und die Zeit, in der sie leben. Die Formen des Nachdenkens mögen verschieden sein, in allen Formen wird es aber des Moments der Kritik, von Frage und Rückfrage nicht entbehren können. So will der Talheimer Verlag mit seinen Büchern den Zeitgeist ein wenig aufbrechen helfen, anstatt sich von ihm beschwichtigen zu lassen.

talheimer bietet Ihnen Sachbücher zu Themen der Bildung, Arbeit, Informationsgesellschaft, Philosophie, Theologie, über Europa und zur Berufswelt von Frauen genauso wie Bücher zu Lebensläufen und Biographien aus Gegenwart und Vergangenheit – gespiegelt an den Entwicklungen und Brüchen der jeweiligen Zeit. talheimer versucht Zugänge zu schaffen zu so unterschiedlich Denkenden wie Ernst Bloch, Eugen Rosenstock-Huessy, Nikolaj Berdijaev, Karola Bloch, Jürgen Teller, Anne Frommann, Rudi Dutschke, Jan Robert Bloch, Henri Lefebvre, Pierre Bourdieu, Eberhard Braun, Wolfram Burisch, André Gorz, Martin Bonhoeffer oder Lou von Salomé. Dabei ist Widerspruch und Pluralität bestechender als ideologisierter Gleichklang. In diesem Geiste arbeitet talheimer mit dem Verband deutscher Schriftsteller (VS) zusammen. 

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Imre Török, Vorsitzender des Verbandes deutscher Schriftsteller am Stand des Talheimer Verlages auf der Frankfurter Buchmesse


So unterschiedlich die Aneignung und Herausforderungen der vielfältigen Fragestellungen sind, mit denen sich die talheimer-Bände auseinandersetzen, gemeinsam ist allen Autorinnen und Autoren ein perspektivischer Blick auf die Zustände ihrer Zeit und der ernsthafte Umgang mit gesellschaftlichen Entwicklungen auf analytischer, wissenschaftlicher wie praktisch-politischer und persönlicher Ebene sowie die Hoffnung auf ein friedenstiftendes Europa, das endlich die Antwort auf deutsche Sonderwege bildet. Dafür ist es Zeit. 

„Solange es Bücher gibt, die man lesen kann, ist der Mensch nicht verloren.“ (Karola Bloch)

Irene Scherer, Welf Schröter, Talheimer Verlag