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Frauen gestalten Herrenberglatenz - Journal 1|2016

Konjunktionen - Zu den Denkstoffen von Carlfriedrich Claus

Bezirksamt Pankow (Amt für Kultur und Bildung, Fachbereich Kunst und Kultur), Galerie Pankow Berlin, Talheimer Verlag (Hg.):

Konjunktionen
Zu den Denkstoffen von Carlfriedrich Claus. Unter der Sonne Microcosmi 

Carlfriedrich Claus zum 80. Geburtstag

Mit Beiträgen von Barbara Barsch, Anke Paula Böttcher, Giulio Busi, Ferdinand Damaschun, Friedrich Dieckmann, Egon Krannich, Heiko Kremer, Hans-Joachim Lenger, Brigitta Milde, Hans Julius Schneider. Redaktion: Paula Böttcher

Mit zahlreichen Schwarz-Weiss-Reproduktionen
Berlin/Mössingen 2011, 96 Seiten, Softcover, 36,00€
ISBN 978-3-89376-145-6

Mit einer besonderen Publikation erinnern die Berliner Galerie Pankow und der Talheimer Verlag an einen Kunstschaffenden, der mit seinen Werken in Ost und West aneckte und der sich der Philosophie Ernst Blochs verbunden sah. Carlfriedrich Claus zählt zu den wichtigsten Künstlern der ehemaligen DDR, der aufgrund seines unangepassten Verhaltens und seiner rigorosen Abkehr vom offiziellen Kunstbetrieb neben Herrmann Glöckner, Albert Wigand und Gerhard Altenbourg in der offiziellen Wahrnehmung zu den Außenseitern gehörte, dessen ungeachtet aber umfangreiche Verbindungen zur europäischen Avantgarde pflegte und in seiner Zurückgezogenheit ein eigenwilliges und hochkomplexes Werk zwischen philosophischer, bildnerischer und akustischer Literatur geschaffen hat.

Konjunktionen - Zu den Denkstoffen von Carlfriedrich Claus
( Talheimer Verlag )

€ 36.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnis

Friedrich Dieckmann
Geheimschrift der Hoffnung. Über Carlfriedrich Claus

Anke Paula Böttcher, Annette Tietz
Vorwort

Anke Paula Böttcher
Unter der Sonne Microcosmi: Begegnungen zwischen Ernst Bloch und Carlfriedrich Claus

Barbara Barsch
„… zu verwandeln suchen: durch andere, neue Wahr-Gebung der Wahr-Nehmung …“ – Zu Carlfriedrich Claus und Klaus Werner

Brigitta Milde
„[D]er Vor-Schein dieses ‚Wer‘, dieses ‚Ich‘ …“. Zum Geschichtsphilosophischen Kombinat von Carlfriedrich Claus

Ferdinand Damaschun
Carlfriedrich Claus und die Frage: Haben Steine ein Bewusstsein?

Egon Krannich
Paracelsus und die Homöopathie. Von mittelalterlicher Heilkunde und Signaturenlehre als einer Quelle Hahnemanns

Giulio Busi
Carlfriedrich Claus und die Buchstaben des Unaussprechlichen

Hans Julius Schneider
Zur sprachlichen Kreativität

Heiko Kremer
Körper-Nischen-Mittelbarkeiten. Gedanken zwischen Ernst Bloch und einer undefinierten Theoriepraxis der Politischen Ökologie.

Hans-Joachim Lenger
Die Schrift zustellen. Blochs Erzählung des „Wir“


Aus dem Vorwort:

„Ohne Sehnsucht ist das Werk von Carlfriedrich Claus undenkbar und würde unverständlich bleiben. Die Fähigkeit zum Staunen und der Wunsch nach Erkenntnis gehören dazu. Die Studien des Universalgelehrten aus Annaberg im Erzgebirge reichen von mystisch-religiösen über philosophische bis hin zu sprach- und naturwissenschaftlichen Schriften und bilden gemeinsam mit den bewusstseinserweiternden bzw. sprachlichen Experimenten den Ausgangspunkt seines Schaffens. Einer der wohl wichtigsten Dialogpartner ist Ernst Bloch. In vielen seiner Sprachblätter und Lautprozesse stellt Carlfriedrich Claus explizite oder implizite Bezüge zu den Gedanken des Philosophen her und verleiht dessen Geschichts- und Naturphilosophie eine vitale, offene Gestalt. Er desavouiert damit die ihn umgebenden realsozialistischen, später postsozialistischen Realitäten, ohne je von seiner kosmologisch-kommunistischen Zukunftsvision zu lassen, die er in seinen Werken immer wieder antizipiert. Diesem kreativen Bündnis, das Carlfriedrich Claus mit dem Werk von Ernst Bloch ein Leben lang einging, widmete sich die Ausstellung Unter der Sonne Microcosmi. Carlfriedrich Claus zum 80. Geburtstag in der Galerie Pankow. Unter der Sonne Microcosmi versammeln sich ausgewählte Zeugnisse der experimentellen Arbeit von Carlfriedrich Claus: Sprachblätter, die Aurora-Mappe, der erste Briefentwurf an Ernst Bloch, frühe Klang-Gebilde sowie eine Lautprozess-Produktion aus den 1990er Jahren. Die Arbeiten ermöglichen einen ausschnitthaften und zugleich Zusammenhänge herstellenden Blick auf die Themen und Stoffe, mit denen Claus sich – insbesondere durch die Bloch-Lektüre inspiriert – sein Leben lang schöpferisch auseinandersetzte.“