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reihe politische erfahrung - Band 09

Charlotte El Böhler-Mueller

„Hütet Euch vor Begeisterung“
Meine Kindheit und Jugend unter Hitler

1998, 120 Seiten, kt., mit zahlr. Abb., 20,00 €
ISBN 978-3-89376-080-0 [ISBN 3-89376-080-6]

„Ich bin davon überzeugt, daß ein öffentliches Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus geschaffen werden sollte. Ich würde dafür plädieren, daß alljährlich am 30. Januar der ‚Tag der Zivilcourage‘ stattfindet. Denn daran hat es ja wohl am meisten gefehlt und daran sollte mit diesem Gedenken immer wieder erinnert werden.“ Unter diesem Motto blickt heute Charlotte El Böhler-Mueller auf ihre Kindheit und Jugend zurück, die sie während des Nationalsozialismus erlebte.

Die Entstehung dieses Bandes, die Auseinandersetzung der Autorin mit ihrer Kinder- und Jugendzeit ist sicherlich zu allererst ihren Kindern zu verdanken, die nicht begreifen konnten, warum ihre Mutter kritiklos in dieser Zeit leben konnte. Sie ist aber auch dem Mut der Autorin zu danken, sich mit ihrem Leben in der Zeit nationalsozialistischer Diktatur auseinanderzusetzen und sich selbst unbequeme Fragen zu stellen.

reihe politische erfahrung - Band 09
( Talheimer Verlag )

€ 20.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnis

 

Zur Einleitung

 

„Mitschuldig?!“

Die grauen Tage vor der braunen Zeit

Handwerksburschen und Bettler

Der neue Mann

„Treue dem Führer“

„Eilet zur Linde all!“

Die Fahne hoch!

Das neue Gespenst

Da sagte Mutter

NSV statt Seligmann & Co.

Christkind und Christbaum verboten

Wir haben Krieg

Wahnsinn, Heuchelei und Angst

Spion Nachbar

Meine Einberufung

Mein Einsatz im Elsaß

Persönliche Verluste

Mein Einsatz in Holland

Zurück in die Heimat

Letzter Akt am Donaurain

Meine Flucht in die Poesie

Ich strauchelte nicht

„Mit Musik geht alles besser“

Die Geheimwaffe

Und ich saß fest

Es wehten weiße Linnen

Traum oder Wirklichkeit

Ende und Anfang

Eine besondere „Maientour“

Endlich wieder daheim

Nicht bereit zu verzeihen

Spießrutenlaufen mit Happy-End

Der Kreis schließt sich wieder

Gefunden

 

Mit Abstand 1997

Hütet Euch vor Begeisterung!

Mißtraut allzu schöner Verpackung und dem Honig für das Volk!

Glaubt den Frommen! Fragt die Alten!

Hört auf die Lieder der Jugend!

Hütet die Liebe zu allen Menschen, allen Rassen!

Fürchtet die Diktatur! Hütet das Wahlrecht!

Und fragt: Wo steht Gott?

 

Nachwort

Erklärungen zu zeitüblichen Wörtern und Begriffen während des „Dritten Reichs“

 

Aus dem Vorwort:

 

„Immer wieder, seit Jahrzehnten, bedrängten mich unsere Kinder mit der Frage: weshalb ‚wir‘, die wir damals jung waren, uns nicht gewehrt hätten gegen das Nazi-Regime; immer wieder antwortete ich dasselbe, nämlich daß ‚wir‘ damals absolut nicht hinter die Kulissen sehen konnten. Daß ferner alles, was sich auf der Bühne abspielte, imposant war – zumindest zunächst, und mit der damals verpaßten Brille – und daß gewiß das Ausland ringsum mehr wußte, als wir gehorsamen ‚Volksgenossen‘, denen bekanntlich jede nicht von oben präsentierte Information strengstens untersagt war. ‚Wir‘ glaubten demzufolge tatsächlich, daß der Feind ausschließlich Unwahrheiten verbreitete, um uns mürbe zu machen. Zudem wäre es in unsern wohlerzogenen Augen glatt einem Verrat gleichgekommen, hätten wir versucht, hintenherum an eine Wahrheit zu gelangen, die jener offiziell verbreiteten widersprach.  […] Mit dem zeitlichen Abstand erkenne ich unschwer jene verführerischen Punkte, auf die jene, die damals als sogenannte ‚Volksverräter‘ beschimpft wurden, schon damals achteten und auf die zu achten für alle Zukunft unser höchstes Gebot sein muß.“ (Charlotte El Böhler-Müller)


„Die aus dem Allgäu stammende und seit über vierzig Jahren am Basler Rheinknie wohnende Autorin Char-lotte El Böhler-Mueller hörte die Frage, weshalb man das Nazi-Regime kritik- und tatenlos hingenommen habe, im eigenen Haus mit ihren Söhnen und Töchtern. Zunächst gab sie die Antwort, man habe eben damals ‚nicht hinter die Kulissen sehen‘ können. Schließlich aber setzte sich die Publizistin, welche vom 17. bis 21. Lebensjahre die Uniform einer ‚Luftnachrichtenhelferin‘ getragen hatte, zu einer ausführlichen Rechenschaft an.… Da ist der innere Ertrag des Bändchens. Es besitzt Dokumentswert, indem es das Schicksal am Erlebnis eines einzelnen Menschen ergreifend darstellt.“ (Georg Thürer)