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sammlung kritisches wissen - Band 43

Francesca Vidal (Hg.)

Bloch-Jahrbuch 2003
Philosophie und Arbeitswelt

Mit Beiträgen von Dirk Balfanz, Roger Behrens, Jan Robert Bloch, Hauke Brunkhorst, Anna Czajka, Maaike Engelen, Klaus Kornwachs, Klaus Kufeld, Jutta Rump, Irene Scherer, Welf Schröter, Johan Siebers, Werner Wild, Francesca Vidal

2003, 240 Seiten, br., 29,00 €
ISBN 978-3-89376-103-6 [ISBN 3-89376-103-9]

Globalisierung, Digitalisierung und Rationalisierung sind Stichworte, die immer dann fallen, wenn es darum geht, die gegenwärtigen sich vollziehenden Veränderungen der Arbeitswelt zu benennen. Aufgabe der Philosophie ist es, das gesellschaftliche Potenzial dieser Veränderungen auszuloten. Das Bloch-Jahrbuch betrachtet in diesem Zusammenhang insbesondere Prozesse der Ungleichzeitigkeit der Arbeitskulturen und fragt nach der Ausgestaltung konkreter Utopien der Arbeit.

sammlung kritisches wissen - Band 43
( Talheimer Verlag )

€ 29.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnis

 

Francesca Vidal, Welf Schröter
Einführung in „Philosophie und Arbeitswelt“

Jan Robert Bloch
Der Faktor Arbeit in der Philosophie Ernst Blochs

Welf Schröter
Neue Infrastrukturen der Arbeit in der Informationsgesellschaft. Prolog und Sieben Thesen

Dirk Balfanz
Utopien der Technik – Utopien der Arbeit

Werner Wild
Konkrete Utopie der Befreiung der Arbeit. Thesen zur Bedeutung des Blochschen Begriffs der „Ungleichzeitigkeit“

Jutta Rump
Wandel der Arbeiswelt. Herausforderungen für Mensch und Organisation

Klaus Kornwachs
Arbeit der Technik – Technik der Arbeit

Roger Behrens
Ungleichzeitigkeit und weitere philosophische Aspekte der Krise der Arbeitswelt. Thesen

Hauke Brunkhorst
Demokratie in der Weltgesellschaft. Hegemoniales Recht, schwache Öffentlichkeit, Menschenrechtspolitik

Francesca Vidal
Kommunikation in neuen Welten

Johan Siebers, Maaike Engelen
Das Utopische in der Arbeit. Die ontologische Struktur und Aufgabe der Arbeit

Irene Scherer
Das vermeintlich Neue hat schon eine Tradition. Zur Verortung der Geschlechterfrage im prozessualen
Wandel der Arbeitswelt. Ein Zwischenruf

Klaus Kufeld
Mangel an Philosophie. Der Themensatellit Arbeitskultur als Medium

 

Anhang

Anna Czajka
Das Erzählen als Geschenk der Liebe. Zu Ernst Blochs fabelndem Denken

Welf Schröter, Irene Scherer
Die Virtuelle Bloch-Akademie

 

Autorinnen und Autoren

 

„Die Philosophie hat uns in der Neuzeit die Frage nach der Arbeit, ineins die nach dem Sinn von Arbeit, als zentrale Frage unserer Selbstbestimmung präsentiert und zudem aufgezeigt, dass sie notwendig nur über die Gesellschaft zu beantworten sei. Der Sinn der Arbeit ist nur vom gesellschaftlichen Kontext ausgehend zu begreifen. Wandelt sich dieser, so verändert sich auch die Arbeit und verändert sich die Arbeitswelt, so entsteht gesellschaftlicher Wandel, denn wir bestimmen unsere gesamten Lebensbereiche vom Arbeitsplatz her. Globalisierung, Digitalisierung und Rationalisierung sind Stichworte, die immer dann fallen, wenn es darum geht, die gegenwärtigen in kaum vorstellbarer Geschwindigkeit sich vollziehenden Veränderungen der Arbeitswelt zu benennen. Aufgabe der philosophischen Reflexion wäre es, das sich in den Wandlungen entstehende gesellschaftliche Potenzial an seinen Möglichkeiten zu messen. Dabei sollen insbesondere Prozesse der Ungleichzeitigkeit der Arbeitskulturen betrachtet und die Ausgestaltung konkreter Utopien der Arbeit befördert werden. Im Zentrum steht dabei die gesellschaftliche Emanzipation des Menschen im Umbruch der industriellen Erwerbsarbeit hin zu ‚Neuen Infrastrukturen der Arbeit‘ der IT-gestützten globalen Ökonomie.“ (Aus dem Vorwort)

 

„Beginnen wir mit dem Ende des ‚Prinzip Hoffnung‘: ‚Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfaßt und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.‘ Ernst Bloch nimmt insofern eine traditionelle Haltung ein, als er am Arbeitsbegriff festhält. Die ‚ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie‘ begründete Arbeit ist freilich unter dieser Perspektive keine abstrakte Lohnarbeit, sondern zunehmend konkrete Arbeit frei vom Erwerb, welche Gesellschaft und Welt umgestaltet. Gleichwohl betrachtet Bloch den arbeitenden Menschen, nicht etwa den tätigen, der die Last der warengesellschaftlich bestimmten Arbeit nicht mehr zu tragen hat. Es mutet an, als wolle Bloch den bürgerlich korrumpierten Begriff der Arbeit vom profitökonomischen Makel befreien, ihn kommunistisch erlösen. Dies wäre im Einklang mit seiner Erbtheorie, nach der im Zerfall der bürgerlichen Welt Potenzen sichtbar werden, die dialektisch zu retten seien, deren Erbe es zu bewahren gilt.“ (Jan Robert Bloch)