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sammlung kritisches wissen - Band 15

Jan Robert Bloch

Kristalle der Utopie 
Gedanken zur politischen Philosophie Ernst Blochs

1995, 228 Seiten, br., 29,00 €
ISBN 978-3-89376-039-8 [ISBN 3-89376-039-3]

Die Aufsätze des Sozialphilosophen und Naturwissenschaftlers Jan Robert Bloch erkunden die „Kristalle der Utopie“ im Lebenswerk seines Vaters Ernst Bloch, des Philosophen des „Prinzip Hoffnung“. Sie reichen von der „Endstation Sehnsucht“ über den Naturbegriff in der Kritischen Theorie bis zur „Ästhetik des Noch-Nicht“. Jan Robert Bloch widerlegt die Phrase des „Abschieds von der Utopie“ und greift anhand des Naturbegriffes in die gesellschaftliche Diskussion ein und prüft die Bedeutung der Ästhetik für politisches Denken und Handeln.

sammlung kritisches wissen - Band 15
( Talheimer Verlag )

€ 29.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnis

 


Vorwort

Subjekt ist noch nicht Prädikat

Endstation Sehnsucht: Vom Etwas, das fehlt

Freunde am Scheideweg

Utopie und Dystopie

Abschied von der Utopie?

Die dialektische Struktur der Selbstorganisation

Katalytische Beschleunigung und kristalline Ankunft: Zur Dynamik des Werdens

Depeschen ohne Hauptquartier: Die Natur in der Kritischen Theorie

Gestalten nach Maßgabe der Schönheit

Die Ästhetik des Noch-Nicht im Werk Ernst Blochs

Die Zukunft des irdischen Sozialprozesses. Kritische Fragen zur „Ontologie des Noch-Nicht-Seins“

 

„Beim Schreiben kommen die Erinnerungen an einen Mann, dessen Werk eine eigentümliche Vertikalität hat, trotz wie wegen des breiten Horizonts, der waagrechten Breite des Denkens – wie bei einem der auszog, das Wichtigste zu erfahren, zu erfahren auf dem Meer der Welttendenz und -latenz, das er früh erahnte. Das Vertikale: wie ein Blitz schlug etwas ein, senkrecht aus dem Gewölbe des Firmaments trifft er auf die ebene Erdfläche. Das Vertikale: erkundend, einem pendelnden Senkblei verwandt, das im Lot seinen Ort findet. Bloch dachte und begriff: das Denken beschrieb er, zitierend, mit einer waagrechten Armbewegung, das Begreifen indes mit einer raschen Abwärtsbewegung der Handkante. ,Gedanken zur politischen Philosophie Ernst Blochs‘ sind Gedanken zur eigenen Heimat darin, sind Umkreisungen, Einkreisungen, Wanderfahrten, Erkundungen, Keime und Kristalle, geahnte Tore und antizipierte Ankunft, sind vor allem: Gespräche mit ihm. Dies mutet sehr persönlich an, wie auch der eingangs erwähnte einstimmende Kammerton – indes gehört dies zur Genese, zum Wärmestrom des Schreibens, zum verbindenden utopischen Bogen.“ (Jan Robert Bloch)

 

„Wer auch immer die Utopie verabschieden will – diese Frage wird den daran interessierten Prognostikern vom menschlichen Wesen des Menschen und von der Weltwirklichkeit aus der Hand genommen: sie beide erzeugen utopisches Denken. Mit dem Versiegen stalinistischer Herrschaft wird die Welt nicht frei von Armut und Hunger, Elend und Erniedrigung, Unrecht und Terror, Ausbeutung und Unterdrückung – sie wird somit erst recht nicht frei von der Utopie der Befreiung und des besseren Lebens. Aber auch ohne gesellschaftlichen Mißstand lassen sich jahrhundertealte utopische Träume – ob diesseitig oder jenseitig gerichtete – nicht per Dekret für beendet erklären. Diese Träume gehören der Menschheit und kommen immer wieder zum Vorschein: weder sie noch Beethovens 9. Sinfonie können zurückgenommen werden. Ende der Utopie wäre: Ende des Menschseins des Menschen.“ (Jan Robert Bloch