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sammlung kritisches wissen - Band 10

Dieter Klumpp

Erneuerung braucht Querdenken
Diskursanstöße in der Informations- und Kommunikationstechnik

Mit einer fachlichen Einleitung des Computerpioniers Heinz Zemanek und einem Nachwort des Philosophen Jürgen Mittelstraß


1994, 256 Seiten, br., 20,00 €
ISBN 978-3-89376-036-7 [ISBN 3-38976-036-9]

Der „wirtschaftsnahe Diskursexperte Klumpp“ zeigt in seinen Arbeiten die Potenziale moderner Telekommunikationstechnik auf und plädiert für einen offenen Gestaltungsdiskurs, an dem gesellschaftliche Gruppen teilhaben. Am Beispiel der Einführung von ISDN erinnert er an die Fehler einer technikzentrierten Vorgehensweise. Als „Querdenker“ in einem großen Unternehmen belegt er die auch wirtschaftlich erfolgreiche Strategie eines kunden- und nutzerorientierten Innovationsprozesses.

sammlung kritisches wissen - Band 10
( Talheimer Verlag )

€ 20.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnis

 

Vorbemerkung

 

Einleitung

Heinz Zemanek
Informationstechnik – Gestaltungspotentiale für die Gesellschaft

 


Herausforderungen der Technikgestaltung

Vorbemerkung

Technikfolgenabschätzung – Bedingungen und Perspektiven in der kommunikationstechnischen Industrie. (Zum Verhältnis von Sozialwissenschaften und Technik)

Soziale Dimensionen der Technikentwicklung im Betrieb. (Vortrag an der Technischen Universität Berlin)

Technikfolgenprobleme aus der Sicht der Hersteller – Ist ein gesellschaftlicher Diskurs möglich? (Beitrag zum Konstanzer Verwaltungsseminar ‚Perspektiven der Telekommunikationspolitik‘)

Technikfolgenabschätzung und Technikgestaltung. (Diskursbeitrag in der Informationstechnischen Gesellschaft)

 


Praxisfeld Informations- und Kommunikationstechniken

Vorbemerkung

ISDN – Ein Angebot à la carte. (Artikel aus ‚Neue Medien‘)
 
ISDN – Karriere eines technischen Konzepts . (Aufsatz für das Jahrbuch ‚Arbeit und Technik 1991‘ zusammen mit Claudia Rose)

Triumph des Rebellen – Eine Abrechnung mit den Glaubenssätzen in der Telekommunikation. (Über Herbert Kubicek in ‚Die Zeit‘)

Software – Probleme von gestern für die Arbeit von morgen? (Statement für die Tagung ‚Software für die Arbeit von morgen‘ der Gesellschaft für Informatik)

Ist der Ohnmachtsanfall beim Computereinsatz vorbei? (Statement beim Hearing ‚Soziale und kulturelle Folgen der Informationstechnologien‘ des Ausschusses ‚Mensch und Technik‘)

Telekommunikation im vorstrittigen Stadium der Risikodiskussion. (Thesen für den Kongreß ‚Kultur und Technik im 21. Jahrhundert‘)

Neue Leitbilder für benutzerorientierte Softwaregestaltung bei Telekommunikationsdiensten. (Stellungnahme bei der Fachtagung ‚Menschengerechte Software als Wettbewerbsfaktor‘ des Bundesforschungsministeriums)

Anmerkungen zur „sozialen“ Technikgestaltung und zur gesellschaftlichen Aufgabenteilung. (Vortrag auf der Fachtagung ‚Die Ambivalenz des Fortschritts‘ der Bundeszentrale für Politische Bildung)

 


Leitbilder in der Technologie- und Industriepolitik

Vorbemerkung

Modernisierungspolitik für Technik und Gesellschaft. (Aufsatz für das ‚Jahrbuch Arbeit und Technik 1990‘ zusammen mit Wolfgang Neumann)

Neuer industriepolitischer Diskurs oder: Die Trauben sind sauer. (Vortrag auf dem Ingenieurkongreß ‚Industriepolitik in Europa‘)

Umwälzung von Märkten und Technologien: Arbeiterfreie Hochqualifiziertenunternehmen? (Beitrag für das Jahrbuch ‚Arbeit und Technik 1993‘ zusammen mit Petra Bonnet)

Neue Leitbilder für die Wirtschaft. (Vortrag auf den ‚Europäischen Wissenschaftstagen‘ in Görlitz)

 


Nachwort

Jürgen Mittelstraß
Technikfolgen und Akzeptanz

 

Literaturauswahl

Quellennachweise

 

„Die Technik begann in der Antike als Sammlung punktweiser Lösungen in einem natürlichen Umfeld, und sie blieb so bis in das letzte Jahrhundert. In unserem Jahrhundert hat sie das Punktweise verloren und Netzcharakter, mehr noch: Systemcharakter angenommen, das heißt, daß die Lösungen ineinander verwoben sind und dadurch voneinander abhängig. Jeder Schritt, auch ein kleiner, kann Rückwirkungen in Nähe und Ferne haben, sofort oder mit Verzögerung. Das Ganze ist komplex geworden wie ein Lebewesen, aber ohne die homogene Architektur des natürlichen Organismus und ohne seine selbstreparierenden Fähigkeiten. Und die umgebende (Rest-)Natur wird mit dem entstehenden Abfall und Unfug nicht mehr fertig; sie signalisiert unüberhörbar Störungen und Schäden, aber die Welt ist zum Ziehen von Konsequenzen leider nicht verpflichtet. Die Bildung komplexer Systeme überhitzt fördernd, hat die Technik die Information in ihren Griff genommen. Das Resultat – die Informationstechnik, die im Entstehen begriffen ist – hat besondere Natur. Ihr Gegenstand ist nicht wie sonst in der Technik Material, Energie oder Transport, sondern eben die äußerst menschliche Dimension der Information. Diese Information existiert zwar in der Form von Signalen und Zeichen objektiv und in vielen Urformen völlig unabhängig vom Menschen, aber sie wird erst zur Information, wenn ein Mensch sie aufnimmt oder für seine Zwecke organisiert.“ (Heinz Zemanek)

 

„Hier schreibt ein kundiger Mann, der sich trotz des professionellen Umgangs mit Informations- und Kommunikationstechniken die Welt nicht einfach macht, der profunde Kenntnis technischer Kulturen mit nüchterner, kritischer Analyse verbindet, sich zwischen den Stühlen selbstsicher bewegt, sich seine Kaltschnäuzigkeit bewahrt hat, ‚neue Wege‘ nicht nur anmahnt, sondern auch weist und in überzeugender Art mit Dietrich Dörner, dem Autor der ‚Logik des Mißlingens‘ (1989), für die Wiederentdeckung des gesunden Menschenverstandes plädiert.“ (Jürgen Mittelstraß)