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sammlung kritisches wissen - Band 09

Dieter Rössner, Annemarie Kuhn, Hans-Dieter Will (Hg.)

Das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe
Reflexionen und Berichte aus der Arbeit mit Straffälligen

Vorwort Bundesjustizminister a.D. Klaus Kinkel. Mit Beiträgen von Reinhart Lempp, Karola Bloch, Anne Frommann, Dieter Rössner, Annemarie Kuhn, Hans-Dieter Will, Frank Althoff, Michael Wandrey, Kristian Olav Rosenau, Brigitte Müller-Schaaf

1993, 112 Seiten, br., 15,00 €
ISBN 978-3-89376-024-4 [ISBN 3-89376-024-5]


Im Jahre 1971 gründete sich in Tübingen der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe“, um sich mit der Lage straffällig gewordener Jugendlicher zu beschäftigen. Zu seinen großen gesellschaftlichen Verdiensten gehört das Konzept „Täter-Opfer-Ausgleich“, das weitgehende Anerkennung gefunden hat. In dem vorliegenden Band gehen die Autorinnen und Autoren unter anderem der grundsätzlichen Fragestellung nach, welche Bedeutung der „Strafe“ heute beizumessen ist.

 

„Wer dazu fähig ist oder wird, sich selbst zu helfen, der muß nicht mehr länger bewahrt oder kollektiv erfaßt, nicht eingesperrt und nicht umerzogen werden.“ (Anne Frommann)


 

sammlung kritisches wissen - Band 09
( Talheimer Verlag )

€ 15.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnis

 


Vorwort

 

Vom Mut, über den eigenen Schatten zu springen

Klaus Kinkel
Grußwort

Anne Frommann
Hilfe zur Selbsthilfe

Karola Bloch
Funktion des Strafvollzuges in unserer Gesellschaft – alternative Modelle der „Resozialisierung“

Reinhart Lempp
Wer braucht eigentlich Strafe?

 

Wie kommt der Konflikt zu seinem Recht?

Dieter Rössner
Sozialtherapeutische Gemeinschaft statt Strafvollzug

Annemarie Kuhn, Hans-Dieter Will
„Mir reichts, wenn die Sache eben ist“ – Konflikttheoretische Überlegungen zum Täter-Opfer-Ausgleich

Michael Wandrey
Zu den Perspektiven einer außergerichtlichen, gemeindenahen Konfliktschlichtung

 

Das Normale im Besonderen

Frank Althoff
Berufsschulunterricht mit Straffälligen – besondere Hilfen im normalen Kontext

Annemarie Kuhn, Hans-Dieter Will
Das Normale im Besonderen – Gespräche mit Betroffenen

Kristian Olav Rosenau, Brigitte Müller-Schaaf
Umgang mit Sexualdelinquenten

 

Autorenangaben

 


„Selbsthilfe klingt nach Selbständigkeit, nach einem Vertrauensvorschuß auf eigene Kräfte und eigenes Wollen, vielleicht auch nach ‚Selbstheilung‘, nach humanistischen Prämissen für gesellschaftliche Verhältnisse. Die Selbsthilfe macht unabhängig, so bald wie irgend möglich! Wer dazu fähig ist oder wird, sich selbst zu helfen, der muß nicht länger bewahrt oder kollektiv erfaßt, nicht eingesperrt und nicht umerzogen werden. Ein vorauseilendes Zutrauen zu den Kräften von Personen und Gruppen steht hinter dem Prinzip: Die Kräfte des jeweiligen Selbst sind groß. Werden die Hindernisse und Mängel beseitigt, so entfalten jene Kräfte sich und führen zu akzeptablen Zielen. Eine Selbsthilfe, die sich schadet oder andere schädigt, ist nicht gemeint. Die Hilfe besteht darin, Selbsthilfe möglich zu machen, allenfalls Irrwege aufzuzeigen, aufzuklären, ein Stück Weg mitzugehen.

Dieses Prinzip konnte und kann nur dann zum Programm für eine konkrete Praxis werden, wenn eine günstige Kräfte-Konstellation gegeben ist. So selbstverständlich die Zielsetzung scheint, ohne besondere Anstrengungen kann sie bei schwer und vielfältig Benachteiligten nicht umgesetzt werden.“ (Anne Frommann, Hilfe zur Selbsthilfe)