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Bloch-Almanach 14 (1995)Bloch-Almanach 16/1997

Bloch-Almanach 15/1996

Karlheinz Weigand (Hg.)

Bloch-Almanach 15/1996
Periodikum des Ernst-Bloch-Archivs der Stadt Ludwigshafen am Rhein

Mit Beiträgen von Klaus Kufeld, Karlheinz Weigand, Francesca Vidal, Rainer E. Zimmermann, Anna Wolkowicz, Roland Bothner, David Karlsson

1996, 160 S., br., 29,00 €
ISBN 978-3-89376-063-3 [ISBN 3-89376-063-6]

Bloch-Almanach 15/1996
( Talheimer Verlag )

€ 29.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnis

Vorwort
Von Klaus Kufeld und Karlheinz Weigand

Ernst-Bloch-Preis der Stadt Ludwigshafen am Rhein 1997
Ausschreibung

Auf der Suche nach einer Blochschen Ästhetik
Von Francesca Vidal

The Utopian Function of Art and Literature in the Philosophy of Ernst Bloch – A Topic Revisited
Von Rainer E. Zimmermann 

Ästhetische Perspektive und Denken aus dem Kleinen bei Georg Simmel und dem frühen Ernst Bloch
Von Anna Wolkowicz

Von der Rettung der Natur. Natur- und Städtebilder in Ernst Blochs „Literarischen Aufsätzen“
Von Roland Bothner

Von Cambridge, Massachusetts, nach Leipzig, DDR. Zur Entstehung von Ernst Blochs „Das Prinzip Hoffnung“
Von David Karlsson

Bibliographische Mitteilungen aus dem Ernst-Bloch-Archiv Ludwigshafen, Teil 11: 5. Nachtrag zur Sekundärliteratur-Bibliographie (Aufsätze)
Zusammengestellt von Karlheinz Weigand

Register der Bloch-Almanache 1 (1981) – 14 (1995)

Adressen der Autorinnen und Autoren


Aus dem Vorwort

„Die Ästhetik halten viele Leser mit guten Gründen für den Kern des gesamten Werkes von Ernst Bloch. Sie ist auch Schwerpunktthema des vorliegenden Almanachs, mehrere Beiträge befassen sich mit Blochs Philosophie der Kunst und Literatur. Einleitend will Francesca Vidal zeigen, warum die Frage nach der Blochschen Ästhetik eine lohnende Forschungsaufgabe ist, ohne nun dieser Ästhetik in all ihren Zügen nachzugehen; intendiert ist vielmehr der Weg dorthin, dargelegt an Blochs Goethe-Rezeption. In dem folgenden umfangreichen Beitrag (der im wesentlichen den ‚Bloch-Vorlesungen‘ entspricht, die im Rahmen einer Veranstaltung der englischen philosophischen Gesellschaft NOBOSS im Herbst 1994 in Eastbourne, East-Sussex, gehalten wurden) gibt Rainer Zimmermann einen Überblick über die markanten und vor allem innovativen Hauptthemen Blochscher Philosophie und fragt dann nach ihrer Korrespondenz zu aktuellen Themen neuerer Einzelwissenschaft – mit Blick auf die Neu-Einordnung der Philosophie als ein der Wissenschaft im einzelnen nachgängiges Unternehmen von Orientierung inmitten des Welthaften. Er gibt einige Beispiele an, wie praktische Utopien heute noch zu sehen sind bzw. was sie heute noch für den gesellschaftlichen Alltag, an den philosophische Theorie sich immer wieder rückbinden muß, bedeuten können. Zwei Detail-Untersuchungen schließen sich an. Anna Wolkowicz wendet sich der Frühphase zu: Ernst Bloch übernimmt von seinem Lehrer Georg Simmel das mystisch-ästhetische Modell der Erkenntnis und erweitert wie dieser die ästhetische Perspektive auf die Wahrnehmung von gesellschaftlichen bzw. historischen Erscheinungen. Beide folgen bereits dem modernen Schema der Plötzlichkeit und Epiphanie des Augenblicks, das den Ausbruch aus der Autonomie der Kunst und den Verlust der Ganzheit markiert; dennoch berufen sich beide auf Goethes klassische Vorstellung vom symbolhaften Besonderen als Offenbarung der sonst unerforschlichen Totalität. Wiederum einen neuen Aspekt bieten, wie Roland Bothner zeigt, Blochs Natur- und Städtebilder. Sie hatten bei ihrer Veröffentlichung eine große Resonanz, gedacht sei nur an Siegfried Kracauers zustimmende Reaktion; innerhalb der Gesamtausgabe, in den ‚Literarischen Aufsätzen‘, scheint jedoch die Bedeutung der ‚Geographica‘ unterzugehen. Dabei ist die Fragestellung keineswegs erledigt. Es geht um die Rettung der Natur in ihrer Erscheinung: Was heißt Sehen und was löst die Erscheinungswelt unmittelbar aus? Die Bloch-Forschung hat bislang wenig texthistorisch gearbeitet. Einer der Gründe lag darin, daß Bloch selbst immer die Kontinuität der eigenen Philosophie betonte und sich weigerte, das historisch Bedingte seines Schaffens zuzugeben. David Karlsson, der philologisch-akribisch die Entstehungsgeschichte von ‚Das Prinzip Hoffnung‘ verfolgt, stellt in einer ersten Zwischenbilanz fest, daß dieses Werk weitaus stärker als bisher angenommen von Blochs Situation in der DDR geprägt ist.“