Warenkorb

VirtueMart
Ihr Warenkorb ist derzeit leer.










Info: Ihr Browser akzeptiert keine sog. Cookies. Um Produkte in den Warenkorb legen zu können und zu bestellen muss ein Cookie von dieser Seite angenommen werden.
Ausdrucken
reihe europäische gespräche - Band 7reihe nut e.V. - Band 02

reihe nut e.V. - Band 01

Sarah Jansen

Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen
Von der Forderung nach Gleichstellung zur feministischen Forschung

1991, 94 Seiten, br., 10,00 €
Selbstverlag  ISBN 3-922229-12-3
Bestellungen können an den Talheimer Verlag gegeben werden.

Eine kritische Übersicht von Maßnahmen zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Naturwissenschaften und Technik, der Inhalte von Frauenforschung und feministischer Forschung in Naturwissenschaften und Technik und die Optionen ihrer Institutionalisierung.

reihe nut e.V. - Band 01

€ 10.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhalt

Zum Auftakt unserer Schriftenreihe
Vorwort von Rosemarie Rübsamen
für die Frauen in Naturwissenschaft und Technik e.V.

Vorwort der Autorin
Sarah Jansen


Teil I:
Situation von Frauen in Naturwissenschaften und Technik, Fördermaßnahmen

1. Einleitung

2. Verschiedene Formen der Fördermaßnahmen: Defizitförderung und Formen offensiver Förderung

3. Situation und Fördermaßnahmen in den einzelnen Bereichen
    3.1. Schulen
    3.2. Hochschulen
           3.2.1. Hochschulen: Studentinnen
           3.2.2. Hochschulen: Promotionen, Habilitationen, Mittelbau und Professorinnen
           3.2.3. Hochschulen: Lehrbeauftragte
    3.3. Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
    3.4. Gremien der Forschungsförderung
    3.5. Industrie
    3.6. Betriebe der „Alternativ-Technologien“
    3.7. Berufsgruppe der Technischen Assistentinnen

4. Umfassende Konsequenzen: Bereichsübergreifende Förderung von Naturwissenschaftlerinnen, Ingenieurinnen und Technikerinnen
    4.1. Quotierung
    4.2. Entwicklung von Förderkonzepten auf Bundesebene
    4.3. Interdisziplinäre Besetzung von Gremien zur Frauenförderung

5. Initiativen der Frauen in Naturwissenschaften und Technik
    5.1. Bundesweite Kongresse von Frauen in Naturwissenschaften und Technik
    5.2. Auf den bundesweiten Kongressen entstandene Berufsverbände
    5.3. Zeitschriften

6. Sichtbarmachen von Frauen in Männerberufen: Quotierung auch in der Tradition!

7. Verwendete Literatur

8. Anhang: Zahlenmaterial zum relativen Anteil von Frauen und Männern in der Hierarchiepyramide in den Hochschulen


Teil II:
Feministische Forschung in Naturwissenschaften und Technik: Wissenschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung

1. Einleitung

2. Überblick über die Forschungsansätze

3. Feministische Analyse von Naturwissenschaften und Technik
    3.1. Analyse von Sexismus/Biologismus: „Ideologischer Mißbrauch“ einer „objektiven“ Naturwissenschaft?
    3.2. Analyse des Einflusses männlicher Subjektivität in Naturwissenschaften/Technik: Naturwissenschaften/Technik sind nicht „objektiv“
          3.2.1. Auswahl der Probleme und Fragestellungen, Interpretationen von Forschungsergebnissen
          3.2.2. Modellbildung, Methodik, Theoriebildung der Naturwissenschaften
          3.2.3. Naturwissenschaftliche Methodik aus der Sicht feministisch-psychoanalytischer Theorie
          3.2.4. Historisch-genetische Analyse der Naturwissenschaften

4. Auseinandersetzung mit Einwänden gegen feministische Analysen der Naturwissenschaften

5. Wissenschaftstheoretische, epistemologische Analyse der feministischen Wissenschaften

6. Überlegungen zu möglichen praktischen Umsetzungen der Analysen: Praktische Ansätze in Naturwissenschaften/Technik
    6.1. Frauenorientierte Fragestellungen innerhalb geltender Methodik der Naturwissenschaften
    6.2. Fragestellungen, die den geltenden Methodenrahmen partiell transzendieren
    6.3. Frauen in „sanften“ Techniken

7. Zusammenfassung

8. Verwendete Literatur


Teil III:
Institutionalisierung feministischer Forschung/Frauenforschung in den Naturwissenschaften und der Technik

1. Einleitung

2. Status quo

3. Institutionalisierung
    3.1. Universitäten
           3.1.1. Einrichtung von Professuren/Universitätsinstituten
           3.1.2. Lehrbeauftragte
           3.1.3. Technische Hochschule für Frauen
    3.2. Autonome Forschung
          3.2.1. Dezentral oder zentral?
          3.2.2. Projekt Autonomes Institut feministischer Naturwissenschaftlerinnen und Technikerinnen
          3.2.3. Mögliche Projektskizzen

4. Förderung durch die DFG

5. Fehlende Bundes- und Landespolitische Förderkonzepte

6. Zusammenfassung

7. Verwendete Literatur und Materialien


Aus dem Vorwort von Sarah Jansen:

„In erster Linie soll [der Band] die Diskussion von Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen weiterbringen für den notwendigen Schritt von der Kritik zur politikfähigen Intervention, sowohl im Bereich Frauenförderung wie im Bereich Inhalte und Institutionalisierung feministischer Forschung in Naturwissenschaften Technik. Ich hoffe, daß es den Verbänden der Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen wie auch einzelnen interessierten Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen dafür nützlich sein wird.

Zudem soll das Buch eine handliche Zusammenfassung der Situation, Aktivitäten, Vorschläge und Theorien von Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen für diejenigen sein, mit denen wir den Dialog suchen: politische EntscheidungsträgerInnen, interessierte MedienvertreterInnen, andere Initiativen im Wissenschafts- und im Technikbereich. Und für alle diejenigen, die einfach nur neugierig sind, wie wir feministischen Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen denn nun Feminismus und Naturwissenschaften und Technik zusammenbringen.

Die Situationsanalysen betreffen die bisherige BRD. Der Anteil an Ingenieurinnen und Naturwissenschaftlerinnen war in der früheren DDR generell höher und die Situation anders. Analysen von und über Frauen in Naturwissenschaften und Technik in der ehemaligen DDR sind mir jedoch nicht bekannt. Diese wären wichtig zu haben, damit wir aus der bisherigen BRD uns auch umgekehrt informieren können, und damit wir uns gemeinsam dafür einsetzen können, daß Veränderungen nicht sang- und klanglos auf Kosten der Situation von Frauen gehen. Dieser Text soll also zunächst den Kolleginnen in den neuen Ländern die Möglichkeit geben, sich über die Lage und den Diskussionsstand in den alten Ländern zu informieren. Ich hoffe auf eine rege Diskussion, in der beide Seiten ihre Erfahrungen einbringen.“


Aus dem Vorwort „Zum Auftakt unserer Schriftenreihe“ von Rosemarie Rübsamen:

„‚Naturwissenschaftlerinnen und Ingenieurinnen: Von der Forderung nach Gleichstellung zur feministischen Forschung‘ – mit dieser Studie von Sarah Jansen eröffnet unser Verein seine neue Schriftenreihe.

Wer die Bewegung der Frauen in Naturwissenschaft und Technik seit ihren Anfängen, dem ersten Treffen im Juni 1977 in Aachen, bis heute verfolgt hat, wird bestätigen, daß sich von Beginn an ein roter Faden durch alle Aktivitäten zieht: der Kampf der Frauen um gleiche Chancen in den naturwissenschaftlich-technischen Bereichen, aber auch die Suche nach einer frauenbestimmten Naturwissenschaft und Technik. Dabei ist es nun keineswegs so, daß es ein Nacheinander gäbe: erst die Gleichstellung der Frauen in den Berufen, und dann das Streben nach Veränderung der Fachinhalte. Sondern von Beginn an gab es nebeneinander diese beiden Hauptströmungen unter dem großen Spannungsbogen, dessen beide Pole von Sarah Jansens Titel benannt worden sind.

Unser Verein, der aus den autonomen Zusammenhängen der Frauen in Naturwissenschaft und Technik im Jahre 1988 hervorgegangen ist und sich diesen auch weiterhin verbunden fühlt, hat als ein zentrales Anliegen seiner Arbeit formuliert, die berufliche Förderung von Frauen mit kritischen und feministischen Ansätzen in Naturwissenschaft und Technik zu verbinden. Kein leichtes Unterfangen, ist es doch bekannt, wie schwer es die Männermonokultur nach wie vor den wenigen Frauen macht, in den Berufen zu überleben, so daß es dem berühmten Sägen am eigenen Ast gleichkommt, kritische bzw. feministische Positionen im Beruf durchzuhalten.“