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reihe texte aus der geschichte - Band 4, 5 und 6sammlung kritisches wissen - Band 01

reihe texte aus der geschichte - Band 4, 5, 6 - Studienausgabe

Eugen Rosenstock-Huessy

Im Kreuz der Wirklichkeit
Eine nach-goethische Soziologie

Talheimer Ausgabe

Band 1: Übermacht der Räume

Band 2: Vollzahl der Zeiten 1

Band 3: Vollzahl der Zeiten 2

Verbesserte, vollständige und korrigierte Neuausgabe mit Namen- und Sachregister. Herausgegeben von Michael Gormann-Thelen, Ruth Mautner, Lise van der Molen. Mit einem Vorwort von Irene Scherer und einem Nachwort von Michael Gormann-Thelen

2008/2009, 1.964 Seiten, Ausgabe in drei Bänden
(Bd. 1: 552 S., Bd. 2: 576 S., Bd. 3: 836 S.),
Hardcover, kt., Preis 138,00 €
ISBN 978-3-89376-065-7 [ISBN 978-3-89376-056-7]

Zugleich erhältlich auch als Studienausgabe: 3 Bde
Softcover, br, Preis 85,00 €
ISBN 978-3-89376-135-7 [ISBN 978-3-89376-056-7]

Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass eines der wichtigsten Werke von Eugen Rosenstock-Huessy (1888–1973), einem universalen, einflußreichen Gelehrten und scharfem Gegner des Nationalsozialismus, im deutschen Sprachraum verlegt wurde. Als 1956 und 1958 die beiden Bände der Soziologie erschienen, empfand es der christliche Denker selbst als tiefen Einschnitt: „Erst jetzt ist mir so ganz bewusst, wie ich, seitdem ich denken kann, mit diesem Plan aufgestanden und schlafen gegangen bin und alles im Hinblick auf ihn studiert, gelesen, gelehrt, gedacht habe. Nie hätte ich geglaubt, ich müsste siebzig Jahre alt werden, um ihn durchzuführen.“ Fünfzig Jahre danach erscheint im Jahr 2008 das längst vergriffene und bei vielen vergessene Schlüsselwerk Eugen Rosenstock-Huessys als „Talheimer Ausgabe“ nun endlich wieder in fachlich betreuter Fassung. Rosenstock-Huessys Ansatz der „Vergegenwärtigung“ sieht den Menschen in seinem Eingebettetsein in die geschichtlichen Abläufe und in seinem Verwobensein mit der Rolle und Bedeutung der Sprache. Der „unreine Denker“, wie er sich selbst nannte, sucht das Gemeinsame der Menschen, auch das Gemeinsame in den verschiedenen Kulturen, Religionen und Glaubensrichtungen. Die „Krise Europas“, die sich in den beiden Weltkriegen zeigten, markiert für ihn einen Wendepunkt in der Menschengeschichte.

reihe texte aus der geschichte - Band 4, 5, 6 - Studienausgabe
( Talheimer Verlag )

€ 85.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnisse der drei Bände

 

Band 1: Die Übermacht der Räume

Die Freiheit: Einleitung zu allen drei Bänden – VERGEGENWÄRTIGUNG DER SOZIOLOGIE: DER EINTRITT IN DAS KREUZ DER WIRKLICHKEIT – Sprachnot: Das Versagen des Namens – Reflexivum: Das Selbstbewußtsein des Soziologen – Activum: Die Kämpfe um die Soziologie – Präjectivum: Der erste Soziologe – Trajectivum: Die Stunde der Soziologie – Reflexivum: Die Spielräume – Die Spielräume jeder für sich Der wirkliche Raum und die wirksame Zeit – Das Innere: Rausch und Begeisterung – Exkurs: Das Gesetz der Technik – Die äußeren Spannungen: Sport und Kampf – Die alten Bräuche: Geselligkeit und Autorität – Die neueste Sensation: Kunst und Liebe – DIE SPIELRÄUME IM ZUSAMMENHANG – Die menschliche Schwäche – Der Urverlust bei meinem Denken – Das erste Sozialgesetz: Volk und Amt Die spielerischen Tugenden: Die Bewunderung – Activum: Die Lebensräume – Die Lebensräume jeder für sich – Die Geschlechter der Menschen: Natur – Die Sprache des Menschengeschlechts: Geist – Die Lebensalter: Kultur – Die Todesüberwinder: Seele – Der vollständige und der selbständige Mensch – DIE LEBENSRÄUME IM ZUSAMMENHANG– Der Mensch: Sozialpsychologie – Krieg und Frieden, Heer und Fabrik – Die nächste Generation. – Die Tyrannei der Räume und ihr Zusammenbruch – Mythos, Metaphysik, Romantik und Utopie – Der Aufbruch aus ‚dem‘ Raum – Wer spricht, wird abgewandelt: Warum Soziologie Tiefere Grammatik sein muß – Die Raumnot der Gebildeten: Descartes und Nietzsche – ANHANG – Zeittafel zum Leben von Eugen Rosenstock-Huessy 1888–1973 – Ausgewählte Bibliografie Eugen Rosenstock-Huessy – Editorische Hinweise zur „Talheimer Ausgabe“ – Vorwort zur Ausgabe 1956 – Anmerkungen– Personen- und Namensregister – Sachregister – Danksagung

 

Band 2: Die Vollzahl der Zeiten 1

Die Vollzahl der Zeiten: Übertritt in den zweiten Band – TRAJECTIVUM: DIE WIEDERKEHR DER ERLEBNISSE – Unser Zeitpunkt: Nach Darwin, Marx, Freud, Nietzsche – Wohnräume-Zeiträume: Wohnen besteht aus Zeiträumen – Der Festkalender – Der Zeitgeist – Die Regierungsperiode – Das Zeitenspektrum – Die Epoche – Wahnzeit und Währzeit oder Das Kalenderminimum der Individuen – Eine Todesanzeige – Übergang zum nächsten Teil: Die Wendung von der Wiederkehr der Erlebnisse zum Gang der Ereignisse – PRÄJECTIVUM: DER GANG DER EREIGNISSE – Stamm: Ein Toter wird ins Auge gefasst – Reich: Ewigkeit schwingt über ihnen Kreise – Volk: „Harret, daß ich höre, was der Herr sagt! – Publikum: „Singe mir, Muse, den Mann, der umherirrte“ – Der Herr der Äonen – Das Erste Jahrtausend: GOTT ist Mensch geworden – Das Zweite Jahrtausend: Die Welt wird revolutioniert – Das Dritte Jahrtausend: Der Mensch soll vollzählig werden – ANHANG – Die Zeitrechnung – Anmerkungen – Personen- und Namensregister – Sachregister

 

Band 3: Die Vollzahl der Zeiten 2

ERLEBNISSE UND EREIGNISSE VERSTÄRKEN EINANDER: DIE INSTITUTIONEN – DIE VERGANGENHEIT DER MASKEN – Splitterstämme – Der wahre Stamm – Das All der Stämme – DIE GEGENWART DER TEMPEL – Der Äon oder Die bleibende Statt – Das Güldene Jerusalem – Die Epochen des Reichs – Fatum und Zufall – Wie im Himmel also auch auf Erden: Die Pyramiden – Fluch und Segen der Schrift – Das Götterlabyrinth – Sema: Ein Organ des Reiches – Allgegenwart: Jahr und Tag – Horus und Seth: Liturgie gegen Mythos – Die Verstirnung – Hofstaat und Haushalt 1750 vor und 1750 nach Christi Geburt – Das Ka und Dein Beruf – Die Translatio Imperii – DIE SCHULE DER GENIES – Argos und Olympia – Der Tempel der Musen – Kritik der reinen Vernunft – Die Stadien der Polynomie Die Größe Roms – Das Meer und der Olymp – Die Verallgemeinerung – Das Genie – Der Liebeshorizont und die Mathematik – Die ZUKUNFT DER PROPHETEN – Der gesprochen hat durch Moses und die Propheten – Der Sabbat der Sabbate – Die Horizonte des Stamms, Reichs und Volks – David – Salomon und Hesiod – DIE UMKEHR DES WORTS – Die Septuaginta – Das Heiligtum – Eingeborenes Christentum – Das Evangelium Johannis – Die vier Evangelisten – AUF DEN WEGEN DES GLAUBENS: EINE KIRCHE AUS HEILIGEN – Die Unermesslichkeit – Antonius – Die Grenzen überschneiden einander – Athanasius oder das Dogma – Hieronymus und die Sprachen – Augustinus und die Universalgeschichte – Das Fest Allerheiligen – HEILIGE, REVOLUTIONÄRE, NIHILISTEN – Zerfall und Anrede – In die Räume der Hoffnung: Eine Welt aus Revolutionen – Was darf ‚Weltgeschichte‘ heißen? – Tafel der Zirkumvolution – Das Baugerüst: Rom und Gold – Gott ist keine Person – Die Räume der Welt – Washington und das Rolandslied: Der unverhoffte Zeitgewinn – Moskau und der Himmel – DIE BEMANNUNG DER HOCHSCHULE: SCHOLASTIK, AKADEMIK, ARGONAUTIK – Dreimal von Idee zu Gemeinplatz – Drei Don Quichotes: Walter von St. Victor, Daniel Hofmann, Heinrich von Treitschke – Übersicht über die drei Zyklen der Hochschulwissenschaft – VOR DEN ZEITEN DER LIEBE: EINE GESELLSCHAFT AUS …? – Die Arbeitszeit – Die Welt wird geliefert – Das Lohnbüro – Wirtschafts-Polyglotte – Tao – Das Totschlagen der Zeit – WIEDERVERHÜLLUNG – Kaironomie – Der Schleier – Antiope oder die Binität – IM KREUZ DER WIRKLICHKEIT – ANHANG – Nachwort von Michael Gormann-Thelen – Anmerkungen – Personen- und Namensregister – Sachregister 

 


„‚Im Kreuz der Wirklichkeit‘ trifft zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf eine gänzlich veränderte Welt. Global organisieren sich Wirtschafts- und Arbeitswelten. Weltumspannend tragen neue Kommunikationstechniken zum Austausch zwischen Kulturen, Lebensweisen und Religionen bei. Rosenstock-Huessys umfangreiches Werk der Soziologie, sein Impuls für das anerkennende und anerkannte ‚Du‘, sein unbeugsamer Humanismus finden im aktuellen zivilgesellschaftlichen Diskurs der ‚Einen Welt‘ ihre zukunftsweisende Verortung und Verzeitlichung. Die Glaubwürdigkeit des Autors erwächst dabei auch gerade aus seiner biografischen Invariante der Richtung.

Sein klarer Bruch mit dem Nationalsozialismus, seine stete Ablehnung des stalinistischen Kommunismus und seine nicht unerheblichen Wirkungen auf Mitglieder des ‚Kreisauer Kreises‘ geben vorliegendem Werk seine zeitgeschichtliche Signatur.“ (Aus dem Vorwort von Irene Scherer)

 

„Die politische Witterung, die Nase für die Zukunft, der Spürsinn – das, was im Lateinischen ‚investigare‘, vestigium: ‚die Spur‘ steckt – das ist also die Verwurzelung in der Zukunft der Menschen und ihres Zusammenlebens, die den Soziologen von den Naturforschern abtrennt. Wer diesen Sinn pflegt, auf den wirkt die ferne Zukunft heute schon ein! Das aber erklärt, weshalb wir aus der Zukunft heraus heute doch schon erkennen dürfen. Der, der am tiefsten unter einem Mißstand am Leiden Anteil nimmt, ist den Stumpfsinnigen um ein Jahrhundert voraus.“ (Eugen Rosenstock-Huessy)

 


Rezension

 

Dr. Dr. Matthias Wolfes vom Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften an der Freien Universität Berlin hat eine umfassende fachliche Rezension der „Talheimer Ausgabe“ vorgelegt. In dem unter dem Dach der Berliner Humboldt-Universität geführten Medium „H-Soz-u-Kult“ schreibt der Rezensent:

„Jetzt aber kann jede weitere Rezeption von einem grundsolide edierten Text ausgehen, der zudem noch in seiner äußeren Form der ‚Talheimer Ausgabe‘ dem Leser Freude bereitet.“

Die vollständige Rezension finden Sie hier.