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latenz - Journal 1|2016Martin Bonhoeffer. Sozialpädagoge und Freund unter Zeitdruck

latenz - Journal 2|2017

latenz – Journal für Philosophie und Gesellschaft, Arbeit und Technik, Kunst und Kultur

Politik und Emotionen

in gesellschaftlichen Transformationsprozessen

Ausgabe 02|2017.Hrsg. von Irene Scherer und Welf Schröter. Redaktion: Dr. Dr. Matthias Mayer, Dr. Mathias Richter, Inka Thunecke, Irene Scherer und Welf Schröter.

Mit Beiträgen von Tristan Garcia, Yanis Varoufakis, Boris Groys, Judith Mohrmann, Burkhard Wiebel, Mikko Salmela, Christian von Scheve, Gerd Hankel, Roger Behrens, Lorenzo Marsili, Helmut Fahrenbach, Bernd Stickelmann, Mathias Richter, Arno Münster, Irene Scherer, Welf Schröter

30. Oktober 2017, 210 Seiten, 34,00 €
ISBN 978-3-89376-176-0

Die politischen Auseinandersetzungen sind in den letzten Jahren härter geworden. In das Öffentlich-Politische haben sich Emotionen eingemischt, die einen „klaren Kopf“ behindern. Zorn, Leidenschaft und Hass sind immer auch Kennzeichen von gewollten oder erlittenen gesellschaftlichen Transformationsprozessen. Gefühle und Affekte wie Zorn, Zuneigung, Leidenschaft, Angst, Furcht und Hass haben ihre Geschichte.
Die politischen Diskurse über Europäisierung und Globalisierung, über die Vielfalt der Emanzipationen, über Digitalisierung und die Ökonomisierung der Zeit, über ökonomische Krisen und zunehmende soziale Spaltungen in liberalen Demokratien, über weltweite Konflikte und die damit verbundenen Migrationsbewegungen werden immer intensiver von Emotionen gefärbt. Stimmungen haben Konjunktur. Die Achtung politisch Andersdenkender ist in bestimmten Kreisen keine Selbstverständlichkeit mehr. Hemmschwellen sinken.
Erscheinungsweisen und Bedeutungen von Emotionen wandeln sich in unterschiedlichen historischen Welt- und Selbstverhältnissen. In Zeiten von empfundenen oder tatsächlichen Transformationen nimmt ihr Gewicht zu. Sie sind nicht unabhängig von Machtkonstellationen, Geschlechterbeziehungen, Diskursordnungen oder anderen kulturellen Traditionszusammenhängen wie etwa der Wirkmächtigkeit religiöser Narrative zu denken. Sie beeinflussen nicht nur Werte, sondern auch die Konstruktion von Wahrheit.
Worin also bestehen die besonderen Qualitäten der Emotionalisierung der Politik, der politischen Emotion und der Politik durch Emotion innerhalb gegenwärtiger Spannungen und Konflikte? – Die Redaktion hat Antworten und Argumente von verschiedenen Fachautorinnen und Fachautoren zusammengetragen.

latenz - Journal 2|2017
( Talheimer Verlag )

€ 34.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnis

 

Editorial
Von Irene Scherer und Welf Schröter

 

I. Politik und Emotionen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen

 

Die Emotionen des Rechtspopulismus
Von Mikko Salmela und Christian von Scheve

Klammheimliche Worte
Von Bernd Stickelmann

Politik und Emotionen. Eine Analyse ihres Verhältnisses bei Nussbaum, Arendt und Kant
Von Judith Mohrmann

Ich schätze Sätze
Von Bernd Stickelmann

Ballade vom Aufschwung freigeschalteter Redensarten
Von Bernd Stickelmann

Eine Mehrheit inszeniert sich als Minderheit. Über Wut, Hass und die Politik der Identität
Tristan Garcia, der französische Analytiker der Intensität im Gespräch mit Mathias Richter

Ich bin. Erkundungen zur Dialektik im Geist der Utopie
Von Roger Behrens

Emotionen und gesellschaftliche Transformation. Neurokognitive und neurolinguistische Aspekte
Von Burkhard Wiebel

Autonomie als Fundament für mehr Kohärenz in eigenen Lebensentwürfen
Von Welf Schröter und Irene Scherer

Was ist nur aus der Schutzverantwortung geworden? Über den Sinn eines umstrittenen Konzepts
Von Gerd Hankel

 

II. Philosophie und Gesellschaft

 

Die dritte Dimension. Jenseits von Establishment und Populismus
Von Lorenzo Marsili und Yanis Varoufakis

Das zeitgenössische Europa. Auf der Suche nach kulturellen Biotopen
Von Boris Groys

Die „irritierende“ Stellung Blochs in der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Zum 40. Todestag von Ernst Bloch
Von Helmut Fahrenbach

 

III. Kultur, Ästhetik, Lebenswelt

 

Von den Ambivalenzen im Neonlicht
Von Bernd Stickelmann

Der Zorn und die Angst vor der Angst im Zeitalter der regressiven Moderne. Rezensionen
Von Mathias Richter

Karola Blochs Briefe an Siegfried Unseld und Jürgen Teller. Rezension
Von Arno Münster

 

Internationaler Beirat der Buchzeitschrift Latenz

 

Autorinnen und Autoren

 

 

„Zorn macht nicht notwendig blind. Zorn ist auch aktiv und zeitlich begrenzt. Der Hass schwelt weiter. Wenn der Zorn ausgebrochen ist, dann hat er immer noch Zeit, auch den Kopf sprechen zu lassen, sine ira cum studio, sonst wäre er bloß fremd gesprenkelt mit dem ganz anders beschaffenen, so leicht verführbaren Haß. Haß ist ein schlechter Affekt, wenn er nicht in die Schärfe des Zorns umschlägt, darum weil Haß ja den klaren Kopf verliert …“