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sammlung kritisches wissen - Band 31

Ulrich Müller-Schöll

Das System und der Rest
Kritische Theorie in der Perspektive Henri Lefebvres

1999, 320 Seiten, br., 29,00 €
ISBN 978-3-89376-081-7 [ISBN 3-89376-081-4]

Die Wissenschaften und die Philosophie werden beherrscht vom Denken in Systemen. Was aber bleibt, ist ein Residuum, ein Rest: Ist es nicht gerade das für uns Wichtigste? Dieser Gedanke des Philosophen und Soziologen Henri Lefebvre (1901–1991) ist der rote Faden eines über fünfzigbändigen Werkes, das philosophische, soziologische, biographische und zeitkritische Texte umfasst. Sein Plädoyer für ein offeneres Denken wird in diesem Buch den Entwürfen der Philosophie entgegengehalten: von Marx bis Marcuse, von Kant bis Nietzsche, von Hegel bis Engels, von Sartre bis Bloch. Zugleich die erste Monographie, die Lefebvres Werk kritisch würdigt – verständlich geschrieben und „souverän formuliert“ (Manfred Frank). 

 

sammlung kritisches wissen - Band 31
( Talheimer Verlag )

€ 29.00 (inkl. 7 % MwSt.)


Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort

 

I. Vom Dialektischen Materialismus zur Aufhebung der Philosophie

1. Aufhebung der Philosophie: Das Thema bei Marx

2. Hegelmarxismus: Der „dialektische Materialismus“ von Lefebvre

3. Zum Problembereich „Marxismus und Philosophie“: Karl Korsch im Vergleich

4. Von der Krise der Philosophie zur Metaphilosophie: Ein systematischer Überblick

 

II. Aufhebung des philosophischen Systemanspruchs

5. Das System in der Philosophie und Kants Vorstoß an seine Grenzen

6. Kritik des philosophischen Systems: Bergson, Nietzsche, Engels

7. Überwindung des Systems in einer konkreten „dialektischen Logik“? (Lefebvre und Bloch)

8. Totalität, System und Dialektik in der Metaphilosophie

 

III. Von der Metaphilosophie, „als Anthropologie betrachtet“

9. Metaphilosophie und die Thematik einer philosophischen Anthropologie

10. Das menschliche Naturwesen Mensch: Marcuse, Lefebvre und die „Philosophisch-ökonomischen Manuskripte“

11. Die utopische Dimension des revolutionären Romantizismus (Lefebvre, Lukács, Bloch)

12. Differenzierungen im Praxisbegriff: Mimesis (Barthes) und Poiesis (Heidegger)

13. Praxis als Grundbestimmung menschlicher Existenz (Lefebvre und Sartre)

 

IV. Das System und der Rest

14. Perspektiven der Kritik

 

Siglenschlüssel

Literaturverzeichnis

 

„Diese Arbeit verfolgt und entwickelt einen Grundgedanken, der von Henri Lefebvre stammt und der sich auf drei philosophisch-zeitdiagnostische Annahmen stützt. Erstens hat die Philosophie ihre begründende Funktion verloren; philosophische Systeme mit dem Anspruch, in Gedanken zu erfassen, was die Welt im Innersten zusammenhält, haben ihre Zeit hinter sich. Zweitens haben die Wissenschaften das Erbe am Systembegriff der Philosophie angetreten. Dort ist dieses aber zu einer wissenschaftstheoretischen Hülse geworden, die sich nur noch an den formalen Strukturen ihrer selbst orientiert; solche selbstbezüglichen Systeme haben die von den Wissenschaften beherrschte moderne Welt erobert und sie bestimmen sie in den unterschiedlichsten Gebieten. Drittens fristet in der durch die Wissenschaften systematisierten Welt und in deren Theorien die Idee des Menschen ein nur noch unbeachtetes ‚residuales‘ Dasein. Theorien, die ‚den‘ Menschen und seine Existenz in einer Anthropologie systematisch ‚begründen‘ wollen, zielen zeitdiagnostisch gesehen ins Leere: Sie sind Fremdkörper in einer Gesellschaftskonstellation, die man als kybernetisch, telematisch, digital, freizeitorientiert, Design-fixiert, medial vermittelt, im Verschwinden begriffen  usw. beschreiben können mag, aber bestimmt nicht als menschlich.“ (Aus dem Vorwort)